Restaurant-Tipp: +39 am Viktoriapark

Zu unserem Jubiläum im letzten Jahr habe ich einen Italiener mit authentischer Pizza hier in Berlin gesucht, denn in Rom haben wir die knusprig dünne und relativ sparsam belegte Variante dieses leckeren Gebäcks lieben gelernt. Italienische Restaurants in Deutschland neigen oft dazu, den Teig mit Belag zu überfrachten, und dann werden gern auch mal qualitativ nicht so hochwertige Zutaten benutzt. Nach langem Suchen durch Bewertungsportale wie z. B. Qype bin ich dann dank des Stadtmagazins Tip auf das Piutrentanove (+39 = Telefonvorwahl von Italien) an der Möckernstrasse in Kreuzberg gestossen – deren Pizza Contadina wurde nämlich 2012 zur besten Pizza Berlins gekürt.

Seitdem ist das +39 DIE Adresse für uns, wenn wir einen romantischen Abend in italienischer Atmosphäre verbringen möchten. Das Restaurant hat einen schön gestalteten Innenraum – natürlich mit Steinofen, und eine große Terrasse mit Blick auf den Viktoriapark auf der anderen Straßenseite. Die Tische sind eng gestellt, mit rot-weiss karierten Tischdecken und Kerzen dekoriert – wie es sich für ein italienisches Restaurant gehört, die Kellner freundlich, locker, charmant, aufmerksam – und vor allem italienisch.

Eine Empfehlung sind auf jeden Fall die Antipasto Della Casa, eine Zusammenstellung selbstgemachter Vorspeisen wie gegrilltem und eingelegtem Gemüse, Büffelmozarella und großartigem Vitello Tonnato. Die Platte reicht locker für 2-3 Personen, und danach sollte man sich gut überlegen, ob man sich jeder eine Pizza bestellt oder lieber eine teilt – diese sind nämlich gross wie Wagenräder. Links und rechts ragt der knusprige Teig etwa 5 cm über den Rand der riesigen Teller. Es gibt Pizzen für jeden Geschmack, auch verschiedene vegetarische Varianten (unter anderem oben genannte Pizza Contadina), alle mit aromatischer Tomatensauce überzogen und besten Zutaten belegt. Sie kosten im Schnitt 9 Euro, was für Berliner Verhältnisse nicht ganz billig ist – die Größe sowie Frische und Qualität der Zutaten rechtfertigen diesen Preis aber definitiv. Mein Favorit ist die Pizza Ricotta mit dünn geschnittener feuriger Salami und mildem Frischkäse – ein Traum! Dazu eine große Auswahl an Weinen, Flasche oder offen, wir halten uns meist an den sizilianischen Nero D’Avola. Danach noch ein Tiramisu (Achtung: auch hier wieder große Portionen – wer schon sehr satt ist sollte lieber teilen) und dazu einen Espresso – der würdige Abschluss eines gelungenen italienischen Abends. Für den Verdauungsspaziergang danach muss man nur die Straße überqueren. Im grünen Viktoriapark findet man viele gewundene Wege und lauschige Plätze, vom Nationaldenkmal auf dem Kreuzberg hat man einen tollen Ausblick. Und dann ist da noch Berlins einziger Wasserfall… wunderschön – fast wie in Mittelerde!

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