Apfel-Karamell-Konfitüre

Ich hab’s nicht so mit Rezepten – darum bin ich auch Hobby-Köchin, nicht Bäckerin. Beim Backen kann man nicht mal eben die Eier weglassen, oder die halbe Menge Mehl nehmen, weil man vergessen hat neues zu kaufen. Das ist mir alles zu starr und unflexibel. Ich liebe es, beim Kochen mit den Zutaten zu experimentieren und folge sehr stark meiner Intuition, selten einem festen Rezept. Oft hole ich mir Anregungen im Internet und drucke mir 2-3 verschiedene Rezepte für das gleiche Gericht aus – am Ende benutze ich aber meist keines von denen, sondern koche „frei Schnauze“. Deswegen ist es manchmal nicht ganz einfach eine Zutatenliste für meine „Kreationen“ zu erstellen, denn meist entscheidet sich erst beim Kochen, welche Menge welcher Zutaten in welcher Reihenfolge in den Kochtopf wandert. Umso erstaunlicher ist es, dass mir meine Marmeladen fast immer gelingen, obwohl ich es auch hier mit dem Abwiegen und dem korrekten Mengenverhältnis nicht so ernst nehme.

Ähnlich ging es mir, als ich mich eines Abends spontan entschloss, eine Apfelkonfitüre mit Karamell auszuprobieren. Alex Eltern hatten von Bekannten eine Tüte voll Gartenäpfel bekommen, 2 verschiedene Sorten (ich habe leider keine Ahnung, was für Sorten genau das waren) und uns einige mitgegeben. Nun saß ich in der Küche und checkte meine Zuckerbestände: eine fast volle Tüte Weißzucker und eine halbe Tüte Bio-Gelierzucker aus Rohrzucker 1:1. Das wäre für die Menge an Äpfeln eigentlich zu wenig, aber da Äpfel ja von Natur aus Pektin enthalten und so den Gelierprozess fördern, ließ ich es auf einen Versuch ankommen.

Apfel-Karamell-Konfitüre

Man nehme:

  • 800 g Äpfel
  • 250 g Gelierzucker aus Rohrzucker 1:1
  • 200 g Zucker
  • den Saft einer Zitrone
  • etwas heißes Wasser

Die Äpfel schälen, vierteln und das Kerngehäuse entfernen. Dann in möglichst kleine Stückchen schneiden. Ich hab dafür die tolle Häckselmaschine benutzt, die mir meine Mädels letztes Jahr zum Geburtstag geschenkt haben – ich liebe dieses kleine Ding! Die Apfelstücke in eine Schüssel geben, gegen das Anbräunen mit Zitrone beträufeln. Den Gelierzucker und 50 g vom normalen Zucker untermischen und eine viertel bis halbe Stunde stehen lassen, damit die Mischung ordentlich Saft zieht. In einem Topf den restlichen Zucker karamellisieren lassen, bis er eine schöne hellbraune Farbe annimmt. Dann mit etwas heißem Wasser ablöschen und die Apfelmischung dazugeben. Aufkochen lassen und ordentlich rühren, bis das Karamell sich vollständig aufgelöst hat. Etwa 5 Minuten kochen lassen, dann in sterilisierte Schraubgläser füllen und abkühlen lassen. Bei mir hat die Menge für 4 kleine Gläser voll herrlicher goldgelber Süße gereicht.

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