Myanmar – Die Shwedagon-Pagode in Yangon

Das Land, welches mich bisher wohl am meisten beeindruckt hat, ist Myanmar – das ehemalige Burma. Ich hatte das große Glück, Myanmar zu besuchen, als es noch im Dornröschenschlaf dahindämmerte. Nie zuvor hatte ich ein so unsprüngliches Land bereist, so unverdorbene, freundliche, zurückhaltende und doch sehr offene Menschen getroffen. Dazu kommt eine schier unendliche Vielzahl an landschaftlichen und kulturellen Sehenswürdigkeiten – man kommt aus dem Staunen nicht heraus. Inzwischen hat sich Myanmar geöffnet, mehr und mehr Touristen kommen und werden ihre Spuren hinterlassen. Sicher war es höchste Zeit, dass die Menschen ihre Freiheit erlangen und am Weltgeschehen teilhaben können, aber es werden sich auch einige Dinge zum Negativen entwickeln… so ist der Lauf der Welt.

Am letzten Tag meiner Reise besuchte ich die Shwedagon-Pagode in Yangon. Sie ist das religiöse Zentrum und Wahrzeichen Myanmars. Die goldene Pagode erhebt sich stolz und glänzend über der Stadt, gläubige Buddhisten aus ganz Asien pilgern hierher. Die 98 m hohe Stupa ist komplett mit Goldplatten und Blattgold belegt, deren Gesamtgewicht auf 60 Tonnen geschätzt wird. Die Spitze ist mit unzähligen Edelsteinen verziert und wird von einem 76-karätigen Diamanten gekrönt. Der Besuch dieser heiligen Stätte bildete den beeindruckenden Abschluss einer faszinierenden Reise.

Ich halte mich unheimlich gerne in Tempeln auf, ich mag die feierliche und doch entspannte Atmosphäre, den süßen Räucherstäbchenduft. Ich liebe es die glatten Fliesen unter meinen nackten Füßen zu spüren und den fremden Klängen zu lauschen. Entgegen unseren europäischen Kirchen ist die Stimmung in Tempeln zwar durchaus getragen, aber trotzdem sehr positiv, an Feiertagen und bei besonderen Zeremonien kommt sogar Jahrmarktstimmung auf. Ähnlich war es an der Shwedagon-Pagode. Während meinen Aufenthaltes in Myanmar fanden gerade die Novizen-Ordinationszeremonien statt. Neben den üblichen Besuchern (Touristen aus ganz Myanmar und den Nachbarländern, unzählige buddhistische Mönche und Nonnen sowie Einwohner Yangons für ihr tägliches Gebet) wimmelte es von herausgeputzten Familien, die ihre ebenfalls herausgeputzen Söhne bei der Aufnahmezeremonie in den Mönchsorden begleiteten. Es war unheimlich spannend, einfach nur dazusitzen und die Menschen zu beobachten. Ich konnte es mir einfach nicht nehmen lassen, einige von Ihnen mit der Kamera festzuhalten – oft genug war aber ich mit meinem blonden Haaren für sie die Attraktion.

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3 Antworten zu “Myanmar – Die Shwedagon-Pagode in Yangon

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